Stefan Hentz der Autor einer bei Reclam erschienen Miles Davis Biographie, Miles Davis – Sound eines Lebens, hat die drei Musiker
Ali Neander, über den hier kein Wort verloren werden muss,
Sebastian Sternal, Pianist und Gründungsdekan des Jazzstudiengangs in Mainz, sowie
Jonas Burgwinkel, Schlagzeug-Professor in Köln
gewinnen können, zu einer Lesung über Miles Davis einen angemessen hochklassigen Anteil an Live-Musik beizusteuern. RUK freut sich ungemein, diesen Leckerbissen von Lesung und Musik präsentieren zu können.
Er war eine der größten Musikerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, seine Silhouette eine Ikone: als Trompeter war Miles Davis eine Naturgewalt, als Musiker ein Virtuose der Wandlungen, der den Jazz mehrfach neu definierte - von Birth of the Cool zu Kind of Blue, von Bitches Brew zu Tutu und weit darüber hinaus. Davis verband künstlerische Integrität mit rastloser Kreativität, wachen Sinn für technologischen und sozialen Wandel mit offenen Ohren für musikalische Ideen aus allen Himmelsrichtungen. Doch so überwältigend sein Erfolg, so sehr er weltweit geehrt und gefeiert wurde - rassistische Diskriminierung blieb lebenslang seine bestimmende Grunderfahrung und die daraus resultierende Wut prägend für seine Persönlichkeit.
Rechtzeitig zu Davis‘ 100. Geburtstag am 26. Mai 2026, hat der (in Offenbach aufgewachsene) Hamburger Kulturjournalist Stefan Hentz eine neue Biographie veröffentlicht: „Miles Davis - Sound eines Lebens“, in der er Leben und Werk dieses Jahrhundertmusikers so fundiert wie kenntnisreich nachzeichnet und tief in das Wesen des widersprüchlichen Genies vordringt. Dem Wissen und dem Reichtum an Farben, den der Autor bei seinen Recherchen zu Tage gefördert hat, versucht er nun bei seinen Buchvorstellungen live im Zusammenklang mit Musikern, in einem flexiblen Gewebe aus gesprochenem Wort und live gespielter Musik auf der Bühne nachvollziehbar zu machen.
Getreu der Maxime: wer Miles Davis ehren will, darf ihn nicht kopieren, hat der Autor ein exquisites Trio zusammengestellt, in dem der im Rodgau groß gewordene und nicht nur im Rhein-Main-Gebiet bestens bekannte Gitarrist Ali Neander auf zwei der aufregendsten Musiker der deutschen Jazzszene trifft, auf den Pianisten, Komponisten und Leiter der Jazzabteilung an der Universität Mainz, Sebastian Sternal, und den Kölner Schlagzeuger und Hochschulprofessor Jonas Burgwinkel. Im dicht verwobenen Zusammenklang von Wort und Sound, von Groove und Raffinesse entwerfen die vier Akteure eine sehr eigene Perspektive auf den Nachlass des Jahrhundertmusikers.
